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Gaestebuch
26.10.2008 19:36 Alter: 11 yrs

Sieg am Lucerne-Marathon

Nach dem guten Abschneiden am Halbmarathon um den Walchsee entschied ich mich definitiv für einen Start am Marathon in Luzern.


Pius Hunold

Als ich mich anmelden wollte, stellte ich mit Schrecken fest, dass die Limite von 7000 Startplätzen schon erreicht war und keine Nachmeldungen mehr möglich sind. Auch eine Nachfrage beim Veranstalter um einen Startplatz war aussichtslos... sie verwiesen mich auf die Startnummernbörse auf ihrer Homepage. In der Hektik habe ich dann aber 2 Startplätze gekauft!  

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9:00 h.

Die Stimmung ist gigantisch!

Die Halbmarathonläufer verabschieden sich ins Ziel. Ich wechsle als Erster, zusammen mit Urs Christen, in die 2. Runde. Bei km 24 kann ein Läufer zu uns aufschliessen. Jetzt sind wir eine Dreiergruppe und wechseln uns in der Führung ab. Bei km 28 habe ich eine kleine Krise, muss abreissen lassen und verliere sofort 20 Meter. Ich wünschte, wir wären kurz vor dem Ziel und ich könnte den 3. Rang behalten. Schon 500 m später bin ich wieder an den beiden Führenden Urs und Christian. Die zwei machen immer noch einen sehr starken Eindruck.

Mein Ziel ist es jetzt, möglichst lange dranzubleiben und den dritten Rang ins Ziel zu retten.

Nach einem Verpflegungsposten übernehme ich die Führungsposition und stelle nach einer Weile mit Erstaunen fest, dass nur noch Urs Christen an meinen Fersen ist. So laufen wir weiter bis km 35.

Jetzt hat auch Urs Christen Mühe, mir zu folgen.

Dies beflügelt mich natürlich und ich erhöhe nochmals leicht das Tempo. Der Vorsprung vergrössert sich kontinuierlich und ich fange an, an meinen Sieg zu glauben. Wieder treibt mich das Publikum zu Höchstleistungen. Obwohl ich meine Beine kaum mehr spüre, laufe ich die wohl längsten 2 km bis ins Ziel. Jetzt gilt es nur noch die um 1 m erhöhte Zielrampe zu durchlaufen und schon nimmt mich Viktor Röthlin für ein Siegerinterview in Empfang. Ein Traum geht in Erfüllung! Ich habe gar keine Zeit, meinen Sieg zu realisieren, denn eine ganze Reihe von Journalisten wartet auf ein Interview.

Ich hab’s geschafft.

Ich bin überglücklich! Nach meinem verpatzen 100 km Lauf und dem nicht ganz glücklichen 4. Rang am Swiss Alpine bin ich für mein Trainingsfleiss entschädigt worden. Jetzt gönne ich mir eine Trainingspause und werde eine Weile keinen Sport machen.  

 

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Jetzt ist es soweit.  Der Startschuss fällt. Ich hefte mich sofort an die Fersen des Vorjahressiegers Urs Christen. Ich habe mir fest vorgenommen, das Rennen ruhig anzugehen. Die erste Runde laufen wir zusammen mit einigen Halbmarathonläufern, die auch um 9.00 gestartet sind. Ich habe meine Helfer so postiert, dass ich alle 20 min mein Getränk zu mir nehmen kann. So kann ich die erste Runde in einem regelmässigen, ruhigen Tempo absolvieren. Zurück von der ersten Runde peitscht Viktor Röthlin die vielen tausend Zuschauer so an, dass es mir kalt den Rücken hinunterläuft.



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